Autohaus Roger Wendling e.K.
Autohaus seit 1977

WORK & TRAVEL

Muscle Car Tour 2017

Unsere Tour startete 2017 nicht wie in den Jahren zuvor im Frühjahr, sondern erst am 11. August. Es war in der Tat für alle eine lange Zeit. Schließlich fand die letzte größere gemeinsame Ausfahrt an den Gardasee bereits im August 2016 statt.

So ging es am 11. August 2017 los Richtung Paris.

Der Start war wie immer am Autohaus Roger Wendling in Schweinfurt. Abfahrt war um 6.00 Uhr morgens um erst einmal "Meter" zu machen bis Paris - Frühstück war dann erst kurz vor der Grenze nach Frankreich. Zudem wollten wir noch die freie flotte Fahrt genießen, denn ab der Landesgrenze gilt auf der französischen Autobahn eine Geschwindigkeits Begrenzung.

 Allerdings machen auch so manche Mautstellen trotz der hohen Gebühren Spaß. Sobald sich die Schranke hebt, gibt es einen lauten V8 "Take Off". Nicht selten wird das in Frankreich mit vielen Handy Kameras anderer Reisenden dokumentiert.

Bei unseren französischen Nachbarn ist der Genuss eines US Muscle Car eine steuerlich sehr sehr teure Anschaffung und Unterhaltung. Die Fahrzeuge aus USA erfahren somit weit mehr bewundernde Blicke als ein seltener "Fiat" aus Maranello oder die gute deutsche Wertarbeit aus Zuffenhausen.

Gegen Spätnachmittags sind wir gut in Paris angekommen, haben den Fahrzeugverkehr mit den landestypischen Attributen kennengelernt und versuchten unsere Muscle Cars in der bereits vorab reservierten Tiefgarage zu parken.

Allerdings hatte man dort mehr Reservierungen angenommen als durch Renovierungsarbeiten zur Verfügung stehende Parkplätze. Das erste Abenteuer bestand darin die großen Boliden in kleine französische Parkplätze zu manövrieren.

Parkerlebnisse dieser Art hatten wir auch schon in anderen Ländern auf den Touren zuvor und waren geübt. Alles ohne Kratzer überstanden.

12.August 2017

Der 2. Tag war autofrei - zum ersten Mal auf einer unserer Touren die eigentlich als Roadtrip geplant sind.

Der Weg ist das Ziel und es wird die meiste Zeit gefahren. Wir haben uns auf der diesjährigen Reise einfach einen Tag mehr gegönnt und diesen mit Sightseeing in Paris verbracht.

Der Louvre, le Tour Eiffel, Champs Elysees, Triumpfbogen, Straßencafe, Notre Dame, Stadtrundfahrt, ... wir haben von allem schöne Eindrücke mitgenommen und jeder hat bereits seinen persönlichen Favoriten gefunden für den nächsten Aufenthalt in dieser schönen Stadt.

13. August 2017

Am dritten Tag ging es weiter Richtung Normandie. Zuvor hieß es aber "Parking Adventure Part II". Wir mußten die Muscle Cars wieder unbeschädigt ausparken, die zuvor reservierten Tickets konnte der Automat nicht lesen, der Parkwächter ließ auf sich warten, es mußten Ticktes neu codiert werden, usw.

Alles in allem wieder eine lustige Sache. Rico hat mit seinem Mustang und guter basslastiger Musik für tongewaltige Unterhaltung in der Tiefgarge gesorgt.  Besorgniserregend wurde es erst, als alle Motoren (mit nicht serienmäßigen Auspuffanlagen) liefen. In Kombination mit dem Volume Regler des gelben Mustang GT haben sich einige Tonamplituden so wunderbar überlagert, dass es leicht Staub von oben der im Renovierungszustand befindlichen Tiefgarage rieselte.

Es wurde Zeit, dass wir endlich los fuhren :-)

Gesagt getan - aber nicht auf direktem Weg in die Normandie.

Wir machten noch mal eine weitere Stadtrundfahrt. Diesmal nicht mit den Touristen Doppeldecker Bussen, sondern mit einem Muscle Car Konvoi durch die Stadt.

Klar dass wir die Champs Elysees abfuhren, den Eiffelturm rumrundeten um schließlich im Halteverbot die Autos genau vor demselbigen Turm für eine paar schöne Fotos zu positionieren. Das war kein leichtes Unterfangen im Pariser Stadtverkehr und all den Touristen die natürlich äußerst (un)aufmerksam über die Strasse laufen. Es jedoch alles bestens funktioniert, so wie wir das vorher besprochen hatten (wer wie und wo parkt).

Eines hatten wir nicht kalkuliert - die Zeitspanne, die wir hatten um ein Bild zu machen nachdem alle Fahrzeuge in Reih und Glied standen, war unvorhersehbar kurz.

Als wir die Muscle Cars geparkt haben, kamen so viele Touristen um die Fahrzeuge zu fotografieren, Selfies zu machen oder ihre Freunde vor den Fahrzeugen abzulichten. Für einen ganz kurzen Zeitpunkt an diesem Tag war der Eiffelturm nicht das wichtigste Motiv auf dem Champ de Mars.

Nach unserem Foto Shooting hatten wir noch einen Tankstellen Boxenstop der besonderen Art. Die auf dem Navi angezeigte Tankstelle war nicht sofort als solche zu erkennen.

Wohl aufgrund der geringen Flächen im Stadtzentrum von Paris, wurde diese Tankstelle als Tiefgarage gebaut und wurde von uns kurzerhand komplett an allen Zapfsäulen belegt. Einmal alle volltanken - der Pächter war glücklich und ein von uns versehentlich blockierter älterer Jaguar Tankkunde vollkommen entspannt. Hatte sicherlich keiner vermutet, dass auf einmal die Tiefgaragen Tankstelle amerikanisiert wird.

Das Tagesausflugsziel hieß Omaha Beach in der Normandie. Das Team "Nürnberg" (Rick & Jürgen) hat eine ausführliche Dokumentation für jeden gedruckt bzw. recherchiert.

So wurden wir von Rick über die Bedeutung von Omaha & Sword Beach unterrichtet. 

Die Landung in der Normandie wurde von den Alliierten bewusst ausgewählt.

Obwohl es dort eben nicht viele Befestigungen und Bunkeranlagen gab, so sind die Reste dieses Atlantikwall ein beeindruckendes Zeitzeugnis. 

Entlang der Küste fuhren wir durch die wunderschöne ländliche Normandie, vorbei an unserem Ausflugsziel des nächsten Tages (Le Mont Saint Michel), zu dem Chateau du Bois Guy (www.bois-guy.fr). Bei Ankunft in dem Chateau, unserem Übernachtungsdomizl, wurden wir ausgesprochen herzlich empfangen. 

Die Frage ob wir denn alle Muscle Car vor dem Schloss für ein Foto platzieren dürften erübrigte sich. Wir wurden gleich gebeten doch bitte direkt vor der Rezeption für diese Nacht zu parken.

Kaum hatten wir die Zimmer erhalten, wurden wir mit einem ausgezeichneten Bio Wein im Garten empfangen und das Abendessen Menü war so lecker, dass wir schon etwas traurig waren - schließlich hatten wir nur eine Nacht hier eingeplant. Die Betreiber des Hotels und Restaurants sind Schweizer und haben sich mit dem Chateau einen beruflichen Traum verwirklicht. Genauso fühlten wir uns auch aufgehoben - einfach traumhaft. Jürgen hat gleich die Fotodrohne ausgepackt und Luftaufnahmen gemacht. 

14. August 2017

Wir sind früh aufgestanden - es standen heute viele Kilometer auf dem Plan und die Besichtigung des Klosters Le Mont Saint Michel (http://de.normandie-tourisme.fr/entdecken/absolut-sehenswerte/mont-saint-michel-106-3.html).

Nur so richtig wollte niemand hier weg und kam es, dass unser Frühstück länger dauerte als geplant. So fuhren wir mit einer Verzögerung und weiteren schönen Fotoaufnahmen zu dem Kloster.

Mont Michel ist eine Klosterinsel im Atlantik. Es ist eines der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten in Frankreich. 

Die Luftaufnahme haben wir in kürzester Zeit selbst gemacht. Drohne flugbereit machen, aufsteigen, Bilder schießen, landen, unauffällig weitergehen :-)

Ist ja verständlich, dass man dort lieber Postkarten und Andenken verkauft. Wir haben das aus sicherer Entfernung gemacht und wieder etwas Nervenkitzel gehabt. Schließlich muss ja das fehlende Adrenalin geschwindigkeitslimitierter französischer gebührenpflichtiger Autobahnen kompensiert werden.

Es stand eigentlich noch auf dem Plan, dass wir an diesem Tag auf dem Rückweg Richtung Deutschland noch in Le Mans anhalten um die Rennstrecke zu besichtigen. Teilweise ist diese frei befahrbar in der rennfreien Zeit.

Unser Aufenthalt auf der Klosterinsel war jedoch so interessant und dauerte länger als geplant. Zudem gab es heftige Regenfälle auf dem Weg nach Osten und wir mussten das Tempo drosseln. Trotz dem Zeitdruck und widrigen Wetterbedingungen kamen alle gut an bei der letzten Unterkunft der Frankreichtour.

Wieder einmal wurden wir von der französischen Küche mit einem hervorragendem Abendessen verwöhnt. Das Hotel war eine alte Mühle und in direkter Nähe zu dem Mühlrad war der Raum für das Abendessen und Frühstück.

15. August 2017

Am Morgen des letzten Tages hieß es volltanken und (leider) die Heimreise antreten. Mit einer Ausnahme - das Team des gelben Mustang GT gönnte sich noch einen einwöchigen Umweg an den Gardasee. Es war ihnen gegönnt - schließlich mussten ja einige Straßen erkundet werden.

... 2018 steht möglicherweise wieder eine Reise an... Lago di Garda, Dolomiti, Strade delle 52 Gallerie (http://www.stradadellegallerie.it/)



Muscle Car Tour 2018

MUSCLE CAR TOUR 2019 | MOUNTAIN CROSS | TRENTINO ITALIEN

Vom 18. bis 22. August führte die MCT 2018 von Schweinfurt durch die Alpen Österreichs und Italiens in das Trentino. 

Gestartet sind wir wie immer früh morgens um 5.30 Uhr in Schweinfurt. Es waren alle die aus der nördlichen Hälfte Deutschlands anreisten pünktlich am Treffpunkt im Autohaus Roger Wendling.

Die Fahrt nach Süden führte über Bamberg, Nürnberg, München, Bad Tölz, den Sylvensteinspeicher entlang der Isar nach Seefeld in Tirol. Unterwegs schlossen sich die Teams Mustang STICK SHIFT und Camaro ZL1 PRESS MEDIE uns an. 

In dem schönen Ausflugslokal Triendlsäge (www.triendlsaege.at) trafen wir die restlichen Tour-Teilnehmer, die aus Erding, Bodensee, Freiburg und Aalen nach Tirol fuhren.Nach dem Mittagessen ging es weiter Richtung Südtirol über den Zirler Berg, Innsbruck, dem Brenner nach Sterzing. Hier wählten wir die Route über das Penser Joch und es gab die erste Gelegenheit zum Kurven surfen. Oben am Paß hielten für einen Foto Stopp - Handys, Fotoapparate und Drohne waren im Dauereinsatz. 

Nicht nur von uns, sondern auch viele weitere Auto-, Motorrad- und Fahrradfahrer bewunderten die Muscle Cars.

Flott bergab fuhren wir ins Tal nach Bozen und hier über die Autobahn nach Rovereto in die Unterkünfte. Wir hatten eine komplette Pension fest in unserer Hand. Sehr zu empfehlen ist die Unterkunft Casa del Pitore (www.casadelpittore.it). 

Aufgrund der hohen Teilnehmerzahl 2018 haben wir noch einige weitere Unterkünfte zusätzlich gebucht. Wir hatten die Casa del Pittore komplett gebucht und durften somit feiern solange wir wollten und konnten. Der Inhaber war ausgesprochen hilfsbereit, zuvorkommend und vertraute uns den Schüssel zu Küche, Bier- und Weinkeller an.Am darauf folgenden Tag statt Päße surfen auf dem Programm. 

Die Fahrten waren vormittags wegen der Urlaubssaison und dem damit verbundenen Verkehrsaufkommen von nur mäßigem Tempo. Daher entschlossen wir zu einer Änderung der avisierten Route und fuhren weniger bekannte Passstraßen an. Nach der Cappuccino Pause am Passo Sommo ging es über die äußerst schmale (eigentlich nur einspurig befahrbare) Kaiserjägerstraßen hinab zum Caldonazzo See. 

Es gab einige Fahr- und Ausweichmanöver auf dieser sehr anspruchsvollen Straße die sich wirklich im Zentimeter Bereich des eigenen Fahrkönnens bewegten. Vereinzelt waren neben den bewundernden Blicken für unsere Muscle Cars auch einige erboste Gesichtsmimiken der entgegenkommenden Verkehrsteilnehmer auszumachen. Wie kann man nur mit einem so breiten Sportwagen hier fahren? Verboten ist es jedenfalls nicht.

Die Änderung der Route bescherte uns den Manghen Paß - auch eng aber sportlich zu fahrende Kehren. Diese sind zum Teil von hoher Steigung in den Spitzkehren, so dass die Hinterachsen bei den Sportwagen nicht ausreichend verschränken um die Differenz auszugleichen. Am einfachsten ging es mit ein bisschen Schwung und einem leichten Drift bei ausgeschalteter Traktionskontrolle :-).

Über das Cembra Tal führte uns der Wege wieder nach Hause in die Pension - natürlich mit einer Cappuccino Pause oben auf dem Manghen Paß. Das Valle di Cembra ist auf der nördlichen Route geprägt von teilweise sehr gut einsehbaren, schnellen und lang gezogenen Kurven mit weiteren Radien. Der Asphalt ist hier sensationell griffig. 

Die Reifen bauen durch den Belag gepaart mit der  sportlichen Fahrweise sehr guten Grip auf.Am Montag hieß es fahren - wandern - fahren. Gleich früh morgens flitzten wir über die kurvenreiche und auch mit dem roten rauhen Asphalt versehene SS46 von Rovereto Richtung Schio. 

Es standen an diesem Tag 52 Tunnel auf dem Programm - nicht per V8 mit Soundcheck in der Röhre, sondern per Pedes. Die Strada delle 52 Gallerie liegt rund 30 Kilometer östlich des Gardasees an der Grenze der Provinzen Vicenza und Trient.Die „Straße“ weist eine Gesamtlänge von 6.300 m auf, von denen rund 2.300 m in den namensgebenden Tunneln verlaufen. 

Der Bau der Straße an dem Kalksteinmassiv begann im Februar 1917 an der Südseite des Gebirgsstockes Monte Forni Alti, um so geschützt vor der Artillerie der österreichischen Kaiserjäger im Norden zu sein. Der längste Tunnel, der 19. Tunnel, ist 318 m lang. 

Der beeindruckendste Tunnel ist aber der 20. Tunnel, der in das Massiv hineinführt, sich wie ein Korkenzieher aufwärts durch den Fels windet und erst vier Windungen später wieder in einer Felsnadel nach draußen führt

. (https://de.wikipedia.org/wiki/Strada_delle_52_Gallerie)Die Strada delle 52 Gallerie endet am Rifugio Generale Achille Papa. Hier erholten wir uns etwas vom Aufstieg bei einer leckeren Brotzeit und brachen bald wieder auf. Das Wetter war relative schnell nicht mehr so sonnig, wie bei dem Aufstieg. 

Es ist ja bekannt, dass sich die Witterung in den Bergen schnell ändern kann. So auch an diesem Nachmittag - ziemlich durchnäßt aber glücklich, wohlbehalten und mit vielen Eindrücken im Sinne erreichten wir den Parkplatz am Fuße der Strada 52 Gallerie.

Als Belohnung für die Mühen wurde abends ausgiebig gegessen, getrunken und gefeiert. Nach all den körperlichen, feierlichen und für die Fahrzeuge technisch anspruchsvollen Randparametern, gönnten wir uns am 4. Tage ein weniger straffes Programm. 

Es war natürlich wie alle Tage begleitet von unglaublich viel Spaß, Sonne, einer bezaubernden Landschaft rund um den Gardasee, Motorensound im Tunnel, gutem Essen und einer großen Portion Muscle Car Gemeinschaft.Selbstverständlich machten wir Halt in dem Schuhmarkt von Dro für die weiblichen Begleiterinnen und in einer Distillerie bekannt für feine Grappa Delikatessen. 

Am Grappa fanden alle Gefallen und die Distillerie Pisoni ist sehr zu empfehlen, wenn man in der Region um den Gardasee unterwegs ist. Auf Wunsch erhält man auch eine kostenfrei Führung durch die Sektkeller, die noch zu Zeiten des 1. Weltkriegs in den Felsen getrieben wurden um Munition zu lagern (https://www.pisoni.it/de).Wer ein Freund des Genusses ist, der sollte auf seiner Reise auch das Ristorante Alla Grotta besuchen (http://www.allagrotta.com/). 

Das Team um Isa und Ebi Rausch hält Spezialitäten bereit, die es wirklich nur hier gibt! Wie zum Beispiel das Trentiner Fleisch, Schweizer Raclette und den berühmten Bergkäse. Selbstverständlich waren wir auch bei Isa und Ebi zum Abendessen - wie immer, wenn uns eine Tour in diese Region führt.

Am 5. und letzten Tag fuhren wir zwar tatsächlich nach Hause, aber es war kein wirklicher Heimweg. Nein eigentlich war es wie immer. Es war der 1. Tag der nächsten Tour, denn auf der Heimreise entstehen schon wieder die Ideen für die nächste Tour. So auch dieses Mal. 2019 drücken wie die Taste "repeat" und wiederholen den Spaß vorangegangener Jahre. Wieder mit US Cars - nur die Route ändert sich.

Bis dahin, be safe und see you again,

Roger Wendling